25.11.2008

Rock Music: The Devil´s Advocate?

Sympathy for the Devil – mein Höreindruck ist der, dass wir es hier mit einem heiteren Rocksong zu tun haben, der gute Laune verbreitet. Raffiniert geschrieben und ein bisschen beim Bulgakov´schem Voland abgekupfert, frage ich mich dennoch, ob wir es im musikalischen Sinne mit einem Teufelssong zu tun haben.

In Wiki wird der Song so beschrieben:

„Der Song weist dem Teufel, den er in einem ekstatischen Samba-Rhythmus beschwört und als dessen Verkörperung Mick Jagger hier auftritt, menschliche Eigenschaften zu (...). Auffallend ist die Instrumentierung des Songs, die mit Urwaldtrommeln und primitiven menschlichen Lauten beginnt, woraufhin der Gesang und das Klavier (gespielt von Nicky Hopkins) hinzukommen, gefolgt vom prägnanten Basslauf; Gitarren sind bis auf zwei Soli von Keith Richards nicht zu hören. Bei den Soli weist Richards ein beachtliches Spiel auf. Mit Slides rutscht er von einer Note zu anderen und baut immer wieder Pausen in sein Solospiel ein. Nach einem Drittel des Songs wiederholt ein Chor das den Song prägende Ooo, who bis zum Ende des Stücks. Der Song gilt als einer der Klassiker der Rolling Stones sowie der Rockmusik überhaupt.“

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sympathy_for_the_Devil


Trotz Samba-Rhythmus und Urwaldtrommeln, denke ich, handelt es sich hier um einen klassischen Rocksong. Ganz klar steht der Text im Vordergrund, der den Song erst die nötige ´Teufelswürde´ verleiht. Das sehen nicht alle so.

Rechts eingeblendet, ein Buch verfasst von Ulrich Bäumer, dass auch einmal vor vielen Jahren in meinem Briefkasten landete, in der es in Kapitel 2, auf S. 28 heißt, dass „der berüchtigte Song „Sympathy for the Devil“, zu einer Hymne für Amerikas Satansanbeter werden sollte.“ Es scheint vergriffen zu sein, aber wer es sich antun möchte, kann es sich bei CLV.de herunterladen, ausdrucken und bei Verdauungsproblemen mit auf die Toilette nehmen.

Von den Stones abgesehen, gibt es schier unendlich viele Songs und Blogs zum Thema Teufelsmusik. Es gibt viele Musikrichtungen, die den Teufel benennen, in mehreren Strophen besingen, oder deren Melodien, in uns Unbehagen auslösen (könnten). Warum versteifen sich immer noch viele auf die Rockmusik, als haben ein Haufen Langhaarige in engen Lederhosen den Teufel erfunden?

Quelle: